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Ergebnisse und Empfehlungen im Bereich Beratungsstellen/ Antidiskriminierungs- und Antigewaltstellen


Nur 18,1% der an der Studie Teilnehmenden geben an, eine psychosoziale Einrichtung aufgesucht zu haben – allerdings hat eine viel größere Anzahl (33,3%) der Teilnehmenden Unterstützung in Selbsthilfegruppen u.ä. gesucht, die oft von den Beratungsstellen initiiert werden. Wird nach Beratungsstellen bei Gewalterfahrungen gefragt, zeigt sich, dass die meisten Befragten diese spezialisierten psychosozialen Beratungsstellen in Anspruch nehmen.

Bei Diskriminierungserfahrungen scheinen spezifischere Angebote der Beratungsstellen nachgefragt zu sein. So haben 50% der Trans*Menschen Beratungsstellen konsultiert die spezifische Angebote für Trans*Personen haben.

Trans*Personen und Teilnehmende mit Rassismuserfahrungen formulieren insbesondere die  Notwendigkeit, sich die Beratungsstellen den zunehmenden Sensibilisierungen und Bedürfnissen nach Mehrfachzugehörigkeiten zu stellen.


>>> Diskriminierungskritische Beratungs- und Therapieangebote fördern (durch Weiterbildungen u.Ä.)

>>> Konzepte und Sprachregelungen daraufhin befragen, wer von diesen angesprochen wird und wer nicht

>>> Akzeptanz der Selbstdefinition

>>> Mehrsprachige Beratung

>>> Strategien entwickeln, um eine breitere Zielgruppe zu erreichen

>>> Kostenfreie Angebote (Anreisekosten sind hoch genug)

>>> Kontinuierliche Sensibilisierung und Reflektionsarbeit

>>> Selbstermächtigungsräume bereitstellen

>>> Partizipation und Repräsentanz von Trans* Menschen und LSBTIQ of Color/mit Migrationsgeschichte/Schwarze LSBTIQ in den Beratungsstellen

>>> Verschiedene Formen von Gewalt und Diskriminierungen (Mehrfachdiskriminierungen) zusammendenken

>>> Gewalt und Diskriminierung gegen LSBTIQ auf allen Ebenen thematisieren und bekämpfen

>>> Homophobie und Trans*Diskriminierung nicht kulturalisieren

>>> Aufhebung der Ausschlüsse in der LSBTIQ Szene

>>> Breite Öffentlichkeitsarbeit zur Erreichung einer breiten Zielgruppe/Medien ansprechen

>>> Gewalterfahrungen thematisieren und dafür sensibilisieren

>>> Vermittlung von Interventionsmöglichkeiten

>>> Mehr Aufmerksamkeit für Trans*Diskriminierung

>>> Mehr Aufmerksamkeit für Mehrfachdiskriminierung

>>> Sensibilisierung von Coming-Out-Berater_innen

>>> Sensibilisierung von Sozialarbeiter_innen

>>> Diskriminierungssensible Ansätze in den Berater_innenausbildungen

>>> Community-basierte Ansätze umsetzen

Quelle: http://www.lesmigras.de