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Diskriminierung erfahren?

Viele lesbische/bisexuelle Frauen, Trans* und Inter* erleben Anfeindungen, Angriffe und Belästigungen aufgrund ihrer Lebensweise, ihres Frauseins und/oder Trans*seins und/oder Inter*seins.
Unsere Klient_innen suchen zudem Beratungen auf, weil sie Rassismus erfahren, weil sie Gewalt und Diskriminierungen aufgrund einer Behinderung/Beeinträchtigung, ihres Alters und/oder weil sie kein/wenig Geld haben, erleben. Oftmals treten diese vielfältigen Diskriminierungen und Gewalterlebnisse in Kombinationen auf.
Ein_e lesbische_r, bisexuelle_r Frau/Trans*/Inter* ist nicht nur lesbisch oder bisexuell, sondern hat auch immer eine Herkunft, eine Hautfarbe, einen Körper mit einer bestimmten Befähigung oder Beeinträchtigung, eine (oder mehrere) Genderidentität(en) und befindet sich somit in Bezug auf Diskriminierungs- und Gewalterfahrungen immer an verschiedenen Schnittstellen. In diesem Zusammenhang sprechen wir von Mehrfachzugehörigkeit und Mehrfachdiskriminierung.

LesMigraS setzt sich aktiv gegen Diskriminierung ein:

Diskriminierungsverbot nach AGG – Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz
Seit 2006 gibt es in Deutschland das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Ziel dieses Gesetzes ist es, Benachteiligungen aus Gründen der ethnischen Herkunft („Rasse“), des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, des Alters, aufgrund von Behinderung oder sexueller Identität zu verhindern oder zu beseitigen.
Die Situationen, in denen Diskriminierung stattfinden kann, sind vielfältig. Das kann am Arbeits-, oder Ausbildungsplatz, auf Behörden und Ämtern, bei der Wohnungssuche, im Freizeitbereich wie in Diskotheken oder im Fitnesscenter, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder bei Rechtsvorschriften sein.

Wenn Sie benachteiligt, belästigt oder diskriminiert worden sind, kann eventuell nach dem AGG geklagt werden. Wichtig ist dabei, dass es schon ausreicht, wenn ein Merkmal unterstellt wird (beispielsweise lesbische Lebensweise), oder wenn Sie stellvertretend für jemand Anderen benachteiligt wurden (zum Beispiel als Mutter eines behinderten Kindes). Das AGG ermöglicht es auch in Fällen von Mehrfachdiskriminierung zu klagen, beispielsweise als lesbische Frau mit Migrationshintergrund, die bei der Wohnungssuche benachteiligt wurde.
Wir beraten Sie gerne zu den Möglichkeiten des AGG.

 

 

Quelle: http://www.lesmigras.de